Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)

Die „Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands“ (MLPD) beruft sich neben ihren ideologischen Vordenkern Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin auch auf Mao Tse-tung und Josef Stalin. Typisch für die 1982 gegründete Partei sind ihr strikt hierarchischer Aufbau, die Eingebundenheit ihrer Mitglieder und ein Hang zur Geheimhaltung. 

Als revolutionär-marxistische Partei kämpft die MLPD für „echten Sozialismus“, was z. B. aufgrund der damit verbundenen Einparteienherrschaft im Widerspruch zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung steht. Inzwischen versucht sie dabei verstärkt, in das demokratische Spektrum hineinzuwirken. Allerdings zeigt sich, dass sie dort und selbst innerhalb des linksextremistischen Spektrums weitgehend isoliert ist. Die Gründe hierfür liegen in ihrem intoleranten, doktrinären und auf Dominanz zielenden Verhalten. 

Der MLPD-Landesverband Baden-Württemberg hat weniger als 500 Mitglieder, die Bundespartei rund 2.800. Zur Partei gehört unter anderem der Jugendverband „REBELL“. Außerdem ist die Partei Initiatorin der „International Coordination of Revolutionary Parties and Organizations“ (ICOR), eines Zusammenschlusses von gut 50 kommunistischen Organisationen auf vier Kontinenten. 

Bei Wahlen bleibt die MLPD zwar meist erfolglos. Nicht zuletzt dank einer guten finanziellen Ausstattung kann sie dennoch vergleichsweise intensive Wahlkämpfe führen, auch in Baden-Württemberg.

Eine zentrale Rolle in ihrem Parteiprogramm spielt die „marxistisch-leninistische Umweltarbeit“. Infolgedessen war sie in jüngster Zeit bestrebt, die Klimaschutzbewegung politisch zu beeinflussen und unter den beteiligten Jugendlichen neue Anhänger zu rekrutieren. Gegen Abwehrversuche der Bewegung ging die MLPD gerichtlich vor.

Weitere Informationen finden Sie im Verfassungsschutzbericht ab Seite 252.



 

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