Autonome Linksextremisten

Für Autonome stehen das Individuum und seine Selbstverwirklichung im Zentrum. Den Staat betrachten sie grundsätzlich als autoritär. Anders als Marxisten-Leninisten streben Autonome nicht die Diktatur des Proletariats an, sondern eine herrschaftsfreie Ordnung. Wie Anarchisten versuchen sie, sich „selbstbestimmte Freiräume“ zu schaffen, die dem staatlichen Einfluss entzogen sind. 

Innerhalb des linksextremistischen Spektrums sind Autonome die wichtigste gewaltorientierte Strömung. Gewalt ist ihr zentrales Mittel der politischen Auseinandersetzung, wobei die Hemmschwelle niedrig ist. Betroffen ist hiervon der politische Gegner: insbesondere der Staat, oft in Gestalt der Polizei, oder aber tatsächliche und vermeintliche Rechtsextremisten. Gerade bei Demonstrationen, wo sie im „Schwarzen Block“ auftreten, gehen von Autonomen immer wieder Gewalttaten aus. 

Autonome lehnen feste Organisationsstrukturen ab. Teilweise gründen sie Gruppen oder vernetzen sich untereinander, allerdings bleiben die Strukturen meist eher unverbindlich. Um autonomen Positionen eine Bühne zu verschaffen und Militanz im Protest zu verankern, kooperieren sie mitunter jedoch auch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren oder schließen sich nichtextremistischen Aktionsbündnissen an. 

Eine bedeutende Rolle in der autonomen Bündnispolitik spielte in den vergangenen Jahren die Organisation „Interventionistische Linke“ (IL) : Sie agiert an der Nahtstelle von militanten Strukturen, nicht gewaltorientiertem Linksextremismus und nichtextremistischen Gruppen oder Initiativen. Ihr Verhältnis zur Gewalt ist ein taktisches.

Weitere Informationen finden Sie im Verfassungsschutzbericht ab Seite 239.


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