Aktionsformen

Linksextremisten versuchen, ihre Ideologie auf unterschiedlichen Wegen in die Gesellschaft zu tragen. Ein populäres Mittel sind Demonstrationen . Diese richten sich meist gegen einen bestimmten Gegner; je nach Handlungsfeld können das z. B. Rechtsextremisten („Antifaschismus“), staatliche Institutionen („Antirepression“) oder Immobilienunternehmen („Antigentrifizierung“) sein. Ebenso gibt es Solidaritätskundgebungen für Gesinnungsgenossen, etwa für Beschuldigte in Strafverfahren oder für Inhaftierte. Bei manchen Demonstrationen treten auch Autonome in einem „Schwarzen Block“ auf, aus dem heraus sie Gewalttaten verüben. 

Teilweise sind linksextremistisch Demonstrationen Bestandteil von größer angelegten Kampagnen in den genannten Handlungsfeldern. In einem solchen Rahmen finden beispielsweise auch Vorträge oder Workshops statt. Mitunter kommt es überdies zu direkten Aktionen wie Hausbesetzungen oder Demonstrationsblockaden. 

Immer wieder klinken sich Linksextremisten auch in zivilgesellschaftliche Aktionsbündnisse ein, um ihr Gedankengut auch unter Nichtextremisten zu verankern. Hierbei kommt ihnen zugute, dass ihre Themen wie der Kampf gegen Rechtsextremismus und Mietsteigerungen oder der Klimaschutz gesellschaftlich anschlussfähig sind. 

Bei sämtlichen Aktionsformen machen sich Linksextremisten die Möglichkeiten des Internets zunutze: Es dient als Plattform für Kampagnen, als Vernetzungs- und Mobilisierungsmedium für Demonstrationen sowie zur Verbreitung von Propagandamaterial. Hinzu kommen verschiedentlich Outing-Aktionen, bei denen tatsächliche oder vermeintliche Rechtsextremisten und andere Gegner an den virtuellen Pranger gestellt werden. Der militante Teil der Szene stellt nach Straftaten außerdem Bekennerschreiben ins Netz. Das bekannteste linksextremistische Internetportal, „linksunten.indymedia“, wurde 2017 vom Bundesminister des Innern verboten.

Weitere Informationen finden Sie im Verfassungsschutzbericht ab Seite 232.


 

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