Aktivitäten in Baden-Württemberg und Deutschland

MB-Ableger in Deutschland bestreiten offiziell jegliche Nähe zur MB und häufig auch zueinander. Sie vermeiden extremistische Aussagen und Inhalte, stattdessen bemühen sie sich um ein verfassungskonformes, liberales Image. Die Betonung der Religionsfreiheit dient dabei als Vorwand, um gesellschaftliche Akzeptanz für islamistische Vorstellungen zu schaffen und Kritiker als islamophob oder intolerant zu brandmarken. Auch ihre Namenswahl soll über die eigentliche Agenda hinwegtäuschen. 

Ihre Positionen stellt die MB als lediglich konservative Islamauslegung dar, um sie unter Muslimen zu verankern und letztlich die Deutungshoheit über den gelebten Islam in Deutschland zu gewinnen. Langfristig will sie damit die gesellschaftliche Grundlage für den Aufbau eines islamistischen Staates schaffen. Zur verschleierten Finanzierung der Agenda werden gemeinnützige Vereine gegründet und öffentliche Fördergelder beantragt, hinzu kommen Spenden sowie Zuwendungen aus dem Ausland. 

MB-Akteure präsentieren sich als Interessenvertreter der gesamten muslimischen Gemeinschaft und als moderate Ansprechpartner für Islam- und Integrationsthemen. Gerade in Deutschland vertreten ihre Verbände jedoch nur einen verschwindend geringen Anteil der Muslime, insgesamt gehören etwa 1350 Personen zu diesem Spektrum. Größte und einflussreichste Organisation ist die „Deutsche Muslimische Gemeinschaft e. V.“ (DMG). Auch bei ihr handelt es sich um ein Netzwerk von formal teils unabhängigen islamischen Zentren, Instituten und Moscheen. Auf europäischer Ebene ist sie wiederum in eine größere organisatorische Struktur eingebunden. Dies zeigt sich nicht zuletzt daran, dass DMG-Funktionäre bereits hohe Ämter in FIOE und FEMYSO bekleidet haben. 

Weitere Informationen finden Sie im Verfassungsschutzbericht ab Seite 73.


 

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