Queerfeindlichkeit in extremistischen Ideologien
Queerfeindlichkeit spielt in unterschiedlichen extremistischen Ideologien eine Rolle. Unter Rechtsextremisten zum Beispiel gilt die LSBTTIQ+-Community seit einigen Jahren als zentrales Feindbild. Mit dem „Stolzmonat“, der seit 2023 alljährlich im Juni stattfindet, entwickelte die Szene einen Gegenentwurf zum Pride Month der queeren Community. Den Monat nutzen Rechtsextremisten, um über Social Media und unterschiedliche Aktionen im öffentlichen Raum gegen queere Menschen zu agitieren.
Auch im islamistischen Spektrum ist Queerfeindlichkeit seit Jahren verankert. Queere Menschen gehören zu den zentralen Feindbildern
islamistischer Akteure. Ausgehend von einem fundamentalistischen Religionsverständnis werden sexuelle und geschlechtliche Vielfalt
als unvereinbar mit der eigenen Weltanschauung betrachtet und häufig offen abgelehnt oder dämonisiert. Beim islamistischen
Anschlag auf den CSD in Berlin vom 25. Juli 2026 scheint Queerfeindlichkeit ebenfalls eines der zentralen Motive gewesen zu sein. Auch in
Baden-Württemberg sind Anschläge auf Menschen der queeren Community nicht auszuschließen.