Zum Inhalt springen

Verfassungsschutz allgemein

Pride and Protect: Kampagne der Polizei Baden-Württemberg

Die Straftaten gegen queere Menschen haben sich in den letzten 15 Jahren verzehnfacht. Studien zufolge werden 90 Prozent der Straftaten gegen die queere Community nicht angezeigt. 23 Prozent der Befragten begründen dies mit der Sorge vor negativen Reaktionen der Polizei. Mit der Kampagne Pride and Protect will die Polizei Baden-Württemberg das Vertrauen stärken. Weitere Informationen gibt es auf Instagram, Facebook, Youtube und der Website
Das Konzept „Ist Kim hier?“ ist ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen der queeren Community, um diskret auf sich aufmerksam zu machen und schnelle Hilfe erhalten zu können.

Queerfeindlichkeit in extremistischen Ideologien

Queerfeindlichkeit spielt in unterschiedlichen extremistischen Ideologien eine Rolle. Unter Rechtsextremisten zum Beispiel gilt die LSBTTIQ+-Community seit einigen Jahren als zentrales Feindbild. Mit dem „Stolzmonat“, der seit 2023 alljährlich im Juni stattfindet, entwickelte die Szene einen Gegenentwurf zum Pride Month der queeren Community. Den Monat nutzen Rechtsextremisten, um über Social Media und unterschiedliche Aktionen im öffentlichen Raum gegen queere Menschen zu agitieren.

Auch im islamistischen Spektrum ist Queerfeindlichkeit seit Jahren verankert. Queere Menschen gehören zu den zentralen Feindbildern islamistischer Akteure. Ausgehend von einem fundamentalistischen Religionsverständnis werden sexuelle und geschlechtliche Vielfalt als unvereinbar mit der eigenen Weltanschauung betrachtet und häufig offen abgelehnt oder dämonisiert. Beim islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin vom 25. Juli 2026 scheint Queerfeindlichkeit ebenfalls eines der zentralen Motive gewesen zu sein. Auch in Baden-Württemberg sind Anschläge auf Menschen der queeren Community nicht auszuschließen.