Alle, die alt genug sind, um sich an die Terroranschläge des 11. September 2001 zu erinnern, wissen vermutlich noch genau, wo sie an dem Tag waren. Schon das macht deutlich, dass die Ereignisse eine Zäsur darstellten; es gibt ein „davor“ und ein „danach“. Die Bilder aus den USA mit den vier Passagierflugzeugen, die nacheinander in den ersten und zweiten Turm des World Trade Centers und in das Pentagon einschlugen, während das vierte in Shanksville, Pennsylvania abstürzte, haben sich vielen ins Gedächtnis gebrannt. Insgesamt dauerten die Anschläge 77 Minuten – ihre Auswirkungen dauern jedoch an, sie sind auch heute noch deutlich zu spüren. Drei Entwicklungen, die aus den Anschlägen folgten, werden in diesem Beitrag skizziert: der amerikanische „War on Terror“, die Hochphase des islamistischen Terrorismus sowie die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Deutschland und Baden-Württemberg.
Der „War on Terror“ und seine Auswirkungen
Nur fünf Tage nach den Anschlägen erklärte der damalige US-Präsident George W. Bush vor den Trümmern des World Trade Centers den „Krieg gegen den Terrorismus“ („War on Terrorism“, wenige Tage später im Kongress: „War on Terror“). Er läutete damit eine Ära amerikanisch geführter Militärinterventionen von Nordafrika bis Zentralasien ein, die die ganze Welt verändern sollten. Im Oktober 2001 ordnete Präsident Bush die Operation „Enduring Freedom“ (OEF) an, in deren Rahmen US-amerikanische Kräfte und deren Verbündete unter anderem in Afghanistan einmarschierten, um die Taliban-Regierung zu stürzen und al-Qaeda zu zerschlagen, deren Trainingslager und Führungspersonen – darunter der Anführer und Drahtzieher der Anschläge des 11. Septembers, Osama Bin Laden – sich dort befanden. Bis Jahresende konnten die US-geführten Kräfte der „Nordallianz“ zusammen mit paschtunischen Einheiten bedeutende afghanische Städte, unter anderem Kandahar, Kunduz und die Hauptstadt Kabul, einnehmen. Die Taliban bewiesen jedoch einen langen Atem: Nach dem Abzug der US-Streitkräfte im Jahr 2021 schafften sie es, die afghanische Regierung zu stürzen und ihr islamisches Emirat neu zu errichten.
Ebenfalls im Rahmen des „War on Terror“ folgte im Jahr 2003 die US-amerikanische Invasion in den Irak, mit der ein weiterer Großkonflikt entstand. Dieser „Dritte Golfkrieg“ hatte ebenso weitreichende Folgen – nicht nur für die Region, sondern auch für den globalen islamistischen Terrorismus. Unter der Annahme, der Irak, regiert vom damaligen Präsidenten Saddam Hussein, besäße Massenvernichtungswaffen und würde damit den Westen bedrohen, begannen US-Truppen im März 2003 zusammen mit einer „Koalition der Willigen“ eine Bodenoffensive. Wenige Wochen später verkündeten die amerikanischen Streitkräfte die Eroberung Bagdads und den Sturz des Regimes Saddam Husseins. Im Nachgang des Kriegs und während der amerikanischen Besatzung (2003-2011) wurden islamistische Kräfte jedoch nicht schwächer, sondern stärker als je zuvor: Die schlagartige Arbeitslosigkeit aller militärischen Führungskräfte Saddam Husseins und die damit verbundene Perspektivlosigkeit brachten radikalislamistischen Kräften enormen Zulauf. Letztere boten Offizieren und Generälen eine neue Heimat und die Möglichkeit, ihre Familien weiterhin finanziell zu unterstützen. Zunächst gewannen Ableger der al-Qaeda in der Region an Stärke; Jahre später sollte aus diesen Ablegern der so genannte Islamische Staat (IS) entstehen – die bislang größte und wirkungsmächtigste jihadistische Terrororganisation der Welt.
Die Hochphase des islamistischen Terrorismus
Der enorme Druck auf und die militärischen Maßnahmen gegen al-Qaeda sorgten über die Jahre hinweg dafür, dass die Organisation inzwischen global kaum noch Relevanz entfaltet. Dennoch konnte sie, ebenso wie andere islamistische Gruppierungen, die sich dem Kampf gegen den „Westen“ angeschlossen hatten, nach den Angriffen vom 11. September 2001 weitere Anschlagsvorhaben umsetzen: Dazu zählen neben der Anschlagsreihe auf Bali im Jahr 2002 mit 202 Toten unter anderem die Anschläge in Madrid 2004 (191 Tote), in London 2005 (52 Tote) oder in Mumbai 2008 (166 Tote). In den frühen 2010er Jahren gelang es US-Spezialeinheiten dann, Osama Bin Laden in Pakistan zu lokalisieren und zu töten. Der Tod dieser Leitfigur des islamistischen Terrorismus hatte starke Auswirkungen auf al-Qaeda als Organisation. Während ihre Anhänger weltweit aktiv bekämpft wurden, konnte die vorherige Nummer zwei und neues Oberhaupt Ayman az-Zawahiri nicht an die „Erfolge“ früherer Jahre anknüpfen. Im Jahr 2022 wurde er dann von den USA bei einem Drohnenschlag in Kabul getötet.
Im Schatten des „War on Terror“ entstand im Irak und Syrien jedoch ein neuer Akteur, der die protestgetriebene Transformationsphase im Irak und Syrien für sich zu nutzen wusste: der sogenannte Islamische Staat (IS). Innerhalb weniger Jahre gelang es der Gruppierung, große Teile des Irak und Syriens einzunehmen und dort de facto staatliche Strukturen zu errichten, die von einem jihadistischen Weltbild geprägt waren. In Anlehnung an die historischen islamischen Großreiche und zur religiösen Legitimation seiner Position als Anführer des IS rief das Oberhaupt der Terrororganisation, Abu Bakr al-Baghdadi, sogar das islamische Kalifat aus, zu dem jeder Muslim auf der Welt hätte umsiedeln sollen. Bis zur Vernichtung dieser Strukturen im Jahr 2019 verübte der IS weltweit zahlreiche Anschläge und schlimmste Gräueltaten, denen viele tausende Menschen zum Opfer fielen – insbesondere Muslime aus der Region, die nicht das salafistische Weltbild des IS vertraten, aber auch Menschen in Europa – beispielsweise bei den Anschlägen in Paris 2015.
Doch auch wenn der IS in Syrien und dem Irak heutzutage keine administrativen Strukturen mehr aufweist, sind Zellen und Splittergruppen des IS außerhalb der Region, in großen Teilen West- und Zentralafrikas sowie Zentralasiens, weiterhin äußerst aktiv. Insbesondere in Afghanistan und den Anrainerstaaten haben sich Ableger des IS festgesetzt. Der größte unter ihnen ist der Islamischer Staat in der Provinz Khorasan (ISPK), der sich aufgrund der neuen Machtverhältnisse in Afghanistan nach dem Abzug der USA im Norden des Landes verankern konnte. Während der ISPK in Afghanistan primär gegen die verfeindeten Taliban vorgeht, gelingt es ihm inzwischen auch, außerhalb Zentralasiens Terroranschläge zu verüben - beispielsweise auf die Crocus City Hall in Krasnogorsk, Russland 2024 (ca. 150 Tote). Zudem tauchen immer wieder Propagandamaterialien des IS auf, die konkret zu Anschlägen in Deutschland aufrufen. Der Anschlag von Mannheim im Mai 2024 sowie auf den CSD in Berlin im Juli 2026 belegen, dass islamistische Ideologien wie die des IS auch heute noch verfangen.
Auswirkungen auf Deutschland
Die Anschläge vom 11. September 2001 sorgten auch in Deutschland für eine Vielzahl konkreter Maßnahmen, die größtenteils bis heute gelten. So wurden die deutschen Sicherheitsbehörden personell gestärkt und ihre Befugnisse nachhaltig erweitert. Nach dem Terrorismusbekämpfungsgesetz von 2002 durften die Nachrichtendienste beispielsweise zusätzliche Informationen über Telekommunikationsdienstleistungen einholen und entsprechende Daten länger als vorher speichern. Aufgrund der kontinuierlich abstrakt hohen Gefahr durch islamistische Attentäter, vor allem zur Hochphase des IS, kamen in den Folgejahren weitere Gesetze dazu, mit denen die Wehrhaftigkeit der Bundesregierung gestärkt werden sollte. Zu ihnen gehören unter anderem das Videoüberwachungsverbesserungsgesetz oder das Fluggastdatengesetz. Bundesweit wurden im Verfassungsschutz seit 2001 insbesondere im Bereich Islamismus zahlreiche zusätzliche Stellen geschaffen. Außerdem wurde mit dem Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) 2004 ein Forum eingerichtet, in dem sich Nachrichtendienste und Polizeibehörden regelmäßig über relevante Sachverhalte aus dem Bereich Islamismus austauschen. Diese Vernetzung ermöglicht effiziente Kommunikationswege und verkürzte Reaktionszeiten bei kritischen Bedrohungsszenarien.
Die Vernetzung der Sicherheitsbehörden untereinander, die Aufstockung ihrer finanziellen und personellen Mittel und die Erweiterung ihrer Kompetenzen erfolgten in Deutschland nicht ohne Grund: Seit den Anschlägen vom 11. September war das Land gleich mehrmals im Visier islamistischer Extremisten: 2006 entging Deutschland nur knapp einem Anschlag, als ein Täter eine Bombe in einem Zug zwischen Köln und Koblenz platzierte. Ein technischer Defekt verhinderte damals die Explosion. Ein Jahr später plante die sogenannte Sauerland-Gruppe eine Reihe von Autobombenanschlägen. Dank der engen Kooperation inländischer wie ausländischer Sicherheitsbehörden konnte dieser Anschlag vereitelt werden. Bei der Radikalisierung der Täter spielten das Islamische Informationszentrum Ulm (IIZ) und das Multikulturhaus (MKH) in Neu-Ulm eine entscheidende Rolle.
Doch nicht jeder Anschlag konnte verhindert werden. 2011 erschoss ein radikalisierter Einzeltäter zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen – der erste vollendete islamistische Anschlag in Deutschland. 2016, zur Hochphase des IS, erfolgten gleich zwei Anschläge in Deutschland: Im Juli zündete ein Syrer am Eingang eines Musikfestivals in Ansbach einen Sprengsatz, mit dem er sich selbst tötete und 15 weitere Personen verletzte. Im Dezember desselben Jahres erfolgte dann der bislang schwerste islamistische Terroranschlag in Deutschland: Anis Amri erschoss zunächst einen LKW-Fahrer, stahl dessen Fahrzeug und steuerte es in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Zwölf Menschen starben, mehr als 50 wurden verletzt. Drei Tage später wurde Amri in Italien von Polizisten gestellt und bei einem Schusswechsel getötet. In den Folgejahren kam es zu mehreren Messerangriffen durch Islamisten, die zumeist dem IS die Treue geschworen hatten. Hierzu zählen der Messerangriff auf Homosexuelle in Dresden im Oktober 2020 (1 Toter, 1 Schwerverletzter), die Messerattacke in Duisburg 2022 (1 Toter, mehrere Verletzte), der Mord am Polizisten Rouven Laur in Mannheim 2024, der Anschlag in Solingen 2024 (3 Tote, 8 Verletzte) oder der Angriff auf eine Bar in Bielefeld (mehrere Verletzte). Der bislang letzte vollendete islamistische Anschlag in Deutschland erfolgte am 25. Juli 2026 auf den CSD in Berlin (1 Tote, 31 Verletzte). Der Attentäter wurde am Folgetag gestellt und von Polizisten erschossen, als er sie mit einem Messer angriff.
In den Gesellschaften der Länder des DACH-Raums machten sich parallel dazu islamkritische bis -feindliche Gesinnungen breit. Eine Studie aus dem Jahr 2016 [1] ergab beispielsweise, dass über 40% der Befragten Muslimen die Zuwanderung nach Deutschland untersagen würden. 2009 lag dieser Wert noch bei 20%. Auch wenn dieser Wert in anderen Studien mit ähnlichen Fragen schwankt, ist studienübergreifend ein allgemeiner Anstieg an Zustimmung zu islamkritischen bis islamfeindlichen Aussagen zu verzeichnen. Nachdem der Umgang mit Muslimen seit den Anschlägen vom 11. September ein regelmäßiges Thema politischer Debatten war, initiierte der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble 2006 die Deutsche Islamkonferenz (DIK), die für eine bessere religions- und gesellschaftspolitische Integration von Muslimen in Deutschland sorgen sollte. Schon bei der Eröffnungsrede zur DIK sprach Schäuble davon, dass „der Islam Teil Deutschlands und Europas“ sei. Die damals kaum beachteten Worte wiederholte Bundespräsident Christian Wulff 2010 anlässlich des 20. Jahrestages der deutschen Einheit mit den Worten „Der Islam gehört zu Deutschland“. Er löste damit eine politische Kontroverse aus, die bis heute andauert und zeigt, dass das Thema Integration und der Umgang mit ihr noch lange nicht in der deutschen Gesellschaft verankert ist. Das Erstarken rechtspolitischer Kräfte in Deutschland, die 2026 erstmalig auch eine Landesregierung anführen könnten, ist ein starkes Indiz dafür, dass fremdenfeindliche Narrative bei Teilen der deutschen Bevölkerung Anklang finden. Die irrationale Angst vor dem Fremden und der tiefe Wunsch nach Sicherheit – mit Bezug auf Deutschland im Ausland auch als „German Angst“ bezeichnet – zieht auch 2026 noch zahlreiche Menschen an.
Entwicklungen in Baden-Württemberg
Maßnahmen zur Bekämpfung des islamistischen Extremismus erfolgten selbstverständlich auch in Baden-Württemberg. Bereits vor den Anschlägen des 11. September hatte das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) die generelle Bedrohung durch Islamisten erkannt und entsprechende islamwissenschaftliche Kompetenzen aufgebaut. Diese wurden dann sukzessive erweitert – nicht nur im Nachgang der Terroranschläge vom 11. September, sondern auch während der Hochphase des IS 2015/2016. Waren die Mitarbeitenden zunächst in einer Kompetenzgruppe Islamismus gebündelt, entstand als Antwort auf die anhaltende Bedrohung ab 2007 eine eigene Abteilung zur Bekämpfung des islamistischen Extremismus.
Die frühzeitige Beschäftigung mit der Thematik sorgte auch für eine vertiefte Zusammenarbeit des LfV mit anderen Sicherheitsbehörden und staatlichen Institutionen. Das gilt insbesondere für den Austausch mit dem Landeskriminalamt und dem daran angeschlossenen Kompetenznetzwerk gegen Extremismus (konex). Konex entstand 2015 im Zuge des Maßnahmenpakets „Sonderprogramm der Landesregierung zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus“ als „Kompetenzzentrum zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen (islamistischen) Extremismus in Baden-Württemberg“ (KPEBW). 2018 erfolgte die Umbenennung in konex. Aufgaben sind unter anderem angewandte Wissenschaft, die Umsetzung von Fortbildungsmaßnahmen und eine Ausstiegsberatung.
Nach dem Anschlag von Mannheim 2024 und vor dem Hintergrund einer allgemeinen Zunahme politisch motivierter Straftaten wurde 2025 das Staatsschutz- und Anti-Terrorismus-Zentrum (SAT-BW) eingerichtet, das eine engere Vernetzung der Sicherheitsbehörden auf Landesebene fördert. Das LfV entsendet ebenfalls Verbindungsbeamte an das SAT-BW.
Auch mit anderen Behörden und staatlichen Stellen gibt es Austausch- und Kooperationsformate, beispielsweise mit der Landeszentrale für politische Bildung (LpB). Die LpB hat unter anderem mit dem Team meX ein landesweites Netzwerk zur Durchführung von Bildungsangeboten zur Prävention gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und islamistischem Extremismus geschaffen. Das LfV hat beim Aufbau des Team meX eine zentrale Rolle in der fachlichen Begleitung eingenommen und gehörte damit bei der Islamismusprävention zu den bundesweiten Vorreitern. Bis heute führt das LfV regelmäßig Fortbildungsmaßnamen an Schulen, Landratsämtern, Justizvollzugsanstalten oder anderen Verwaltungsbehörden durch, um die Öffentlichkeit und staatliche Institutionen zu sensibilisieren und zu informieren.
Ausblick
Die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der letzten 25 Jahre zeigen, dass die Zäsur der Terroranschläge vom 11. September auch heute noch spürbar ist. Sicher gehen nicht alle anschließend formulierten Gesetzesentwürfe, Entscheidungen und Diskurse konkret auf die Anschläge zurück. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass durch sie zahlreiche Maßnahmen und Entwicklungen erst ins Rollen gekommen sind. Doch was bedeutet das für die Gegenwart und Zukunft? Auch heute noch werden – in Deutschland und der Welt – Terroranschläge verübt, denen eine Ideologie zugrunde liegt, die bereits von den Attentätern von al-Qaeda vertreten und unter Gruppierungen wie dem IS weiterentwickelt wurde. Folglich ist die Bedrohung durch islamistische Akteure – insbesondere durch jene, die persönliche Radikalisierungsprozesse durchlaufen und Gewalttaten mit einfachen Mitteln alleine umzusetzen suchen, nach wie vor hoch. Sicherheitsmaßnahmen wie Betonpoller auf Weihnachtsmärkten oder besondere Vorkehrungen an Flughäfen werden demnach auch in absehbarer Zeit unseren Alltag prägen. Angriffe wie der der radikalislamistischen HAMAS vom 7. Oktober 2023 auf den Staat Israel zeigen außerdem, dass islamistische Gruppierungen trotz aller globalen Maßnahmen in der Lage und willens sind, großangelegte Operationen durchzuführen. Mit seiner militärischen Antwort auf die Angriffe konnte Israel zentrale Strukturen islamistischer Gruppierungen in Westasien zerstören. Gleichzeitig erfahren islamistische Akteure in Zentralasien und insbesondere in großen Teilen Afrikas – teils abseits der öffentlichen Wahrnehmung – weiter großen Zuspruch. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind 25 Jahre nach den Anschlägen des 11. September wesentlich besser auf islamistische Bedrohungen vorbereitet als damals. Nichtsdestotrotz hat sich auch der islamistische Terrorismus weiterentwickelt, und seine Anhänger bedrohen unser Zusammenleben nicht nur durch konkrete Gewalttaten, sondern auch durch die gesellschaftliche Fragmentierung, die sie befeuern.
[1] vgl. Decker, Oliver, Kiess, Johannes und Brähler, Elmar (Hg.) (2016): Die enthemmte Mitte – autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Die Leipziger Mitte-Studie 2016. Psychosozial-Verlang. S 49. [zurück]