Die Partei „Der III. Weg“ ist bundesweit in sogenannten Stützpunkten organisiert. In Baden-Württemberg gibt es den „Stützpunkt Württemberg“ und den „Stützpunkt Bodensee/Südbaden“. Jugendliche und junge Erwachsene sind in Baden-Württemberg zudem in einem eigenen „Stützpunkt“ der Jugendorganisation des „III. Weges“, der „Nationalrevolutionären Jugend“ (NRJ), organisiert. Alle drei „Stützpunkte“ beteiligten sich im Dezember 2025 am „Aktivistischen Adventskalender“, den die Partei im Land erstmalig organisierte.
Aktionen im Rahmen des „Aktivistischen Adventskalenders“
Vom 1. bis 24. Dezember 2025 führten die baden-württembergischen Aktivisten jeden Tag eine öffentlichkeitswirksame Aktion oder eine Gemeinschaftsveranstaltung durch. Zu den öffentlichen Aktionen zählten Flyerverteilungen, ein Infostand und eine Futter- sowie Geldspende an ein Tierheim. Flugblattverteilungen fanden in Bad Mergentheim/Main-Tauber-Kreis, Berglen/Rems-Murr-Kreis, Bietigheim-Bissingen/Landkreis Ludwigsburg, Brackenheim/Landkreis Heilbronn, Calw, Hermaringen/Landkreis Heidenheim, Herrenberg/Landkreis Böblingen, Konstanz, Leonberg/Landkreis Böblingen, Pforzheim, Radolfzell/Landkreis Konstanz, Schwieberdingen/Landkreis Ludwigsburg, Singen/Landkreis Konstanz, Sontheim an der Brenz/Landkreis Heidenheim, Tübingen und Weinsberg/Landkreis Heilbronn statt. An einem Infostand in Brackenheim/Landkreis Heilbronn versuchten Parteimitglieder, mit Passanten ins Gespräch zu kommen und ihnen Infomaterialien über den „III. Weg“ auszuhändigen.
Im Rahmen ihrer Aktionen verteilten die Aktivisten vor allem Flyer zu ihrer bundesweiten Kampagne „Unsere Alternative heißt Revolution!“, die am 6. September 2025 in Baden-Württemberg gestartet worden war. [1] Die Kampagne geht davon aus, dass die Bundesrepublik Deutschland am „Abgrund“ steht und sich die „Abwärtsspirale“ weiter nach unten dreht, so der „Stützpunkt Württemberg“ des „III. Weges“ zum Kampagnenstart auf der Parteihomepage. Man selbst, so heißt es dort weiter, biete eine „Alternative“ an: die „Revolution“. In der Formulierung wird die fundamentale Systemopposition des „III. Weges“ deutlich: Es geht der Partei um die Abschaffung der bestehenden parlamentarischen Demokratie.
Zu den Gemeinschaftsveranstaltungen des „Aktivistischen Adventskalenders“ gehörten ein „Jugendtag“ unter dem Motto „Gemeinschaft statt Isolation!“, eine „Julfeier“, eine „Sporteinheit“ und eine größere Wanderung bei Göppingen. Außerdem nahmen baden-württembergische Aktivisten des „III. Weges“ an der „Fackelmahnwache“ des rechtsextremistischen Vereins „Freundeskreis ‚Ein Herz für Deutschland‘ Pforzheim e. V.“ (FHD) teil. Diese fand am 4. Dezember 2025 in Heilbronn statt, um der Opfer der alliierten Bombardierung der Stadt am 4. Dezember 1944 zu gedenken.
Ziele des „Aktivistischen Adventskalenders“
Zum einen, so war auf der Parteihomepage zu lesen, sei es Ziel des „Aktivistischen Adventskalenders“ gewesen, „täglich für unsere Bewegung auf den Straßen unserer Heimat zu werben“. Hier zeigt sich das Sendungsbewusstsein des „III. Weges“ in Baden-Württemberg: Man möchte die eigene Ideologie verbreiten und neue Mitglieder sowie Sympathisanten gewinnen.
Zum anderen war es laut Parteihomepage Ziel, „die Gemeinschaft im Kreise der Kameradschaft zu stärken“. Es ging den Organisatoren also um Gruppenzugehörigkeit und Zusammenhalt. Das Gemeinschaftsdenken drückte sich im Rahmen des „Aktivistischen Adventskalenders“ auch im gleichförmigen Auftreten aus: Die Aktivisten trugen bei ihren Aktionen stets Parteikleidung. Der für den Rechtsextremismus typische Hang zum Kollektivismus – das Individuum wird der Gruppe vollständig untergeordnet und geht in ihr auf – kulminiert beim „III. Weg“ in der Vorstellung einer „völkischen Gemeinschaft“ [2], die langfristig angestrebt werden soll. Diese Idee einer „völkischen Gemeinschaft“, die sich an den historischen Nationalsozialismus anlehnt, ist gleichbedeutend mit einer fundamentalen Absage an die freiheitliche demokratische Grundordnung.
Alles in allem richtete sich die 24-tägige Aktion des „III. Weges“ demnach sowohl nach außen als auch nach innen. Dass die Partei es geschafft hat, Tag für Tag eine Aktivität zu realisieren, zeigt, dass ihre Mitglieder in Baden-Württemberg sehr engagiert sind und den „III. Weg“ im Land noch tiefer verwurzeln wollen.
[1] Zu dieser Kampagne vgl. ausführlich Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg: „‚Unsere Alternative heißt Revolution!‘ – Neue Kampagne des ‚III. Weges‘“, Homepage-Beitrag vom 10.10.2025, online verfügbar unter: https://www.verfassungsschutz-bw.de/,Lde/Startseite/Meldungen+und+Archiv/Neue+Kampagne+des+_III_+Weges_, abgerufen am 30.12.2025. [zurück]
[2] Punkt 1 des Parteiprogramms. Zitiert nach Klaus Armstroff (Hrsg.): Der Nationalrevolutionär. Handbuch für Aktivisten unserer Bewegung, Weidenthal 2019, S. 63. [zurück]