Sonstige Organisationen

Anarchisten lehnen die Herrschaft von Menschen über Menschen grundsätzlich ab. Sie wollen auf revolutionärem Weg die absolute Freiheit des Individuums erreichen. Damit wäre auch die Abschaffung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung verbunden, in der das Volk die Staatsgewalt durch Wahlen und Abstimmungen ausübt und die Regierung gegenüber dem Parlament verantwortlich ist.

Aktionen zur Schaffung von „Freiräumen“ sind Streiks, Blockaden und Besetzungen, aber auch gezielte Anschläge. Dies zeigt, dass zumindest ein Teil der Anarchisten Gewalt als Handlungsoption nicht ausschließt. In einer anarchistischen Gesellschaft ohne jegliche Regeln würde letztlich stets das Recht des Stärkeren gelten. 

Die anarchistische Szene besteht aus Einzelpersonen und Zusammenschlüssen, die untereinander stark vernetzt sind. Teilweise gibt es auch übergeordnete Strukturen, etwa die „Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen“ (FdA) oder die Gewerkschaftsföderation „Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union“ (FAU) . Letztere geht davon aus, dass bessere Arbeitsbedingungen nur in einer anarchistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung gegeben sind. 

Trotzkistische Gruppierungen wie „marx21“ und die „Sozialistische Alternative“ (SAV) streben ein kommunistisches System auf Grundlage des Marxismus-Leninismus an. Sie bedienen sich häufig einer Entrismus-Strategie: Mitglieder trotzkistischer Organisationen agieren oder verdeckt in anderen Gruppen, um dort ihre Ideologie zu verankern. Die Szene weist einen gewissen Hang zur Zersplitterung auf

Weitere Informationen finden Sie im Verfassungsschutzbericht ab Seite 272.



 

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