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Der Begriff „Rechtsextremismus“ bezeichnet Bestrebungen, die versuchen, politische Ziele auf der Grundlage unterschiedlich ausgeprägter nationalistischer, rassistischer oder totalitärer Weltanschauungen zu verwirklichen. 

Weltanschaulich, organisatorisch und in seinem äußeren Erscheinungsbild ist Rechtsextremismus ein sehr vielgestaltiges Phänomen. Er besteht aus teils sehr unterschiedlichen Strömungen mit uneinheitlicher Ideologie. Zu den zentralen Bestandteilen der rechtsextremistischen Denkweise gehören Antisemitismus, Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Diese werden von der Mehrheit der Rechtsextremisten bejaht. In jeder seiner Varianten ist Rechtsextremismus mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland unvereinbar. 

Nicht zuletzt aufgrund ihrer weltanschaulichen Uneinheitlichkeit ist die rechtsextremistische Szene auch organisatorisch zersplittert: Sie gliedert sich in Parteien, Vereine, informelle Personenzusammenschlüsse, Subkulturen sowie – mehr oder weniger – organisationsunabhängige Verlage, Medien und Einzelaktivisten. Auch in ihrem äußeren Erscheinungsbild weisen Rechtsextremisten mittlerweile eine große Vielfalt auf. So gibt es neben dem Neonazi, der mit seinem Äußeren Vorbilder aus dem historischen Nationalsozialismus nachahmt, auch den „Autonomen Nationalisten“, der rein äußerlich eher einem linksextremistischen Autonomen gleicht. Trotz dieser Zersplitterung und Vielgestaltigkeit sind unterschiedliche rechtsextremistische Segmente häufig in netzwerkartigen Strukturen miteinander verbunden.