Sie sind hier: Startseite > Arbeitsfelder > Scientology-Organisation > Archiv  > Archiv 2014 > Oberste Gerichtsinstanz in Frankreich bestätigt Urteil gegen Scientology wegen bandenmäßigen Betrugs

Oberste Gerichtsinstanz in Frankreich bestätigt Urteil gegen Scientology wegen bandenmäßigen Betrugs

Scientology-Organisation

Die „Scientology-Organisation“ (SO) wurde am 16. Oktober 2013 von der obersten Gerichtsinstanz in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt. Das Kassationsgericht bestätigte damit das Urteil der Vorinstanz aus dem Jahr 2012, in dem zwei Einrichtungen der SO in Paris zu einer Geldstrafe von insgesamt 600.000 Euro sowie mehrere SO-Funktionäre zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt worden sind.

Die SO wurde am 16. Oktober 2013 von der obersten Gerichtsinstanz in Frankreich wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt. Medienberichten zufolge bestätigte das Kassationsgericht in Paris das Urteil der Vorinstanz und damit die Verurteilung zweier Einrichtungen der SO zu einer Geldstrafe von insgesamt 600.000 Euro sowie mehrerer SO-Funktionäre zu Geld- und Bewährungsstrafen. Dem „Celebrity Centre“ in Paris und dessen Buchhandlung war vorgeworfen worden, frühere Mitglieder ausgenutzt und sie unter Druck gesetzt zu haben, um sich finanziell zu bereichern. Die SO kündigte den Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Der Anwalt der SO machte einen „Verstoß gegen die Religionsfreiheit“ geltend.
 
Ein Strafgericht in Paris hatte im Jahr 2009 die beiden Scientology-Einrichtungen wegen bandenmäßigen Betrugs verurteilt. Die Berufungsinstanz bestätigte im Jahr 2012 das Urteil. Durch das Urteil des obersten Kassationsgerichts ist das Urteil nun rechtskräftig geworden.