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"Rote Hilfe e. V."

Die „Rote Hilfe Deutschlands“ (RHD) wurde 1924 in der Weimarer Republik unter Federführung der „Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD) gegründet. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Organisation verboten und aufgelöst. 1975 erfolgte die Wiedergründung der RHD, die 1986 in „Rote Hilfe e. V.“ (RH) umbenannt wurde. Sitz der Geschäftsstelle ist Göttingen. In Baden-Württemberg hatte der Verein im Jahr 2017 etwa 680 Mitglieder, bundesweit ca. 7.000 (Stand: 2016). 

Laut einer Selbstdarstellung im Internet definiert sich die „Rote Hilfe e. V.“ als 

„Solidaritätsorganisation, die politisch Verfolgte aus dem linken Spektrum unterstützt. Sie konzentriert sich auf politisch Verfolgte aus der BRD, bezieht aber auch nach Kräften Verfolgte aus anderen Ländern ein. Unsere Unterstützung gilt allen, die als Linke wegen ihres Handelns, z.B. wegen presserechtlicher Verantwortlichkeit für staatsverunglimpfende Schriften, wegen Teilnahme an spontanen Streiks, wegen Widerstand gegen polizeiliche Übergriffe oder wegen Unterstützung der Zusammenlegungsforderung für politische Gefangene ihren Arbeitsplatz verlieren, vor Gericht gestellt, verurteilt werden. Ebenso denen, die in einem anderen Staat verfolgt werden und denen hier politisches Asyl verweigert wird.“

Die Bedeutung der „Roten Hilfe e. V.“ als Hilfs- und Unterstützungsorganisation für die linksextremistische Szene ist unverändert groß. Gegen den allgemeinen Trend hat sie in der Vergangenheit als eine von wenigen linksextremistischen Organisationen ihre Mitgliederzahl deutlich steigern können. Gleichwohl ist ihre Präsenz in der Öffentlichkeit inzwischen zurückgegangen.

Zum bundesweiten Aktionstag „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ gibt sie alljährlich am 18. März eine Sonderausgabe ihrer Zeitschrift „Die Rote Hilfe“ heraus. Immer wieder startet die Organisation Kampagnen zum Thema „Aussageverweigerung“. Die Verweigerung einer Zusammenarbeit mit Polizei uns Justiz ist u. a. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung von Szeneangehörigen, die von „Repression“ betroffen sind.


Ereignisse und Entwicklungen 2017:

  • Im Lauf des Jahres verzeichnete die RH ihren bislang deutlichsten Mitgliederzuwachs.
  • Die RH demonstrierte Solidarität mit Personen, die bei den G20-Ausschreitungen festgenommen wurden.
  • Ebenso solidarisierte sie sich mit den Betroffenen des Verbots von „linksunten.indymedia“.
  • Am 18. März 2017 beging die RH ihren alljährlichen „Tag der politischen Gefangenen“.

Weitere Informationen zu Aktivitäten der "Roten Hilfe e. V." in Baden-Württemberg finden Sie im aktuellen Verfassungsschutzbericht ab Seite 229.