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Rechtsextremismus | Zahlen, Daten, Fakten

Rechtsextremistisches Personenpotenzial in Deutschland und Baden-Württemberg im Zeitraum 2015–2017

 
2015
2016
2017
BW
Bund
BW
Bund
BW
Bund
Rechtsextremistische Parteien, davon
520
6.650
530
6.550
520
- NPD
410
5.200
390
5.000
370
- DIE RECHTE
80
650
110
700
115
- Der III. Weg
30
300
30
350
35
 
Parteiunabhängige bzw. parteiungebundene Strukturen 
380
 
Weitgehend unstrukturiertes rechtsextremistisches Personenpotenzial
750
 
Tatsächliches Personenpotenzial
nach Abzug der Mehrfachmitgliedschaften
1.800
22.600
1.700
23.100
1.630
 
davon gewaltorientierte Rechtsextremisten
810
11.800
790
12.100
770
(Stand: 31. Dezember 2017)

Die Gesamtzahl der Rechtsextremisten in Baden-Württemberg sank 2017 auf rund 1.630 (2016: ca. 1.700). Damit folgt die Entwicklung dem langjährigen Trend: Seit 1993 (ca. 7.000) hat sich diese Zahl um mehr als drei Viertel verringert. Das gewaltorientierte Spektrum umfasste 2017 landesweit ca. 770 Personen (2016: ca. 790).

Landesweit ging die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten von 1.371 (2016) auf 1.318 zurück, die der darin enthaltenen rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten von 44 (2016) auf 39.


Ausführliche Informationen zur rechtsextremistischen Szene im Jahr 2017 finden Sie im aktuellen Verfassungsschutzbericht ab Seite 120.

Hinweise zur Tabelle:
Bis einschließlich 2016 wurde das rechtsextremistische Personenpotenzial in der obenstehenden Tabelle in vier Kategorien eingeteilt: „Subkulturell geprägte Rechtsextremisten (hauptsächlich Skinheads)“, „Nicht parteigebundene Neonazis“, „Rechtsextremistische Parteien“ und „Sonstige rechtsextremistische Organisationen“. Diese Einteilung war insofern unzureichend, als die Kategorien teils nicht miteinander kompatibel waren. So sagen Begriffe wie „Partei“ oder „Organisation“ etwas über einen Organisationsgrad aus, das Begriffsduo „Neonazismus“/„Neonazis“ jedoch etwas über eine Gesinnung. Deshalb orientiert sich die Sortierung künftig am Organisationsgrad: 
Zu den „parteiunabhängigen bzw. parteiungebundenen Strukturen“ zählen Rechtsextremisten, die eben nicht in Parteien, aber in sonstigen Organisationsstrukturen (z. B. Vereinen, Neonazi-„Kameradschaften“) aktiv sind. Das „weitgehend unstrukturierte rechtsextremistische Personenpotenzial“ umfasst solche Rechtsextremisten, die weder im Sinne der ersten (Parteien) noch der zweiten (sonstige Vereinigungen) Kategorie organisiert sind, z. B. die nicht organisierte subkulturell geprägte Szene. Genaue Angaben zu subkulturell geprägten Rechtsextremisten und nicht parteigebundenen Neonazis sind auch weiterhin den jeweiligen Kapiteln des Verfassungsschutzberichts zu entnehmen.
Die Zahlenangaben Land/Bund sind zum Teil geschätzt und gerundet.
Die Zahlen des Bundesministeriums des Innern lagen für 2017 noch nicht vor.

Politisch motivierte Kriminalität im Bereich Rechts sowie rechtsextremistische Straf- und Gewalttaten im Zeitraum 2014–2016

 
2015
2016
2017
BW
Bund
BW
Bund
BW
Bund
Politisch motivierte Kriminalität
im Phänomenbereich Rechts insgesamt
1.604
22.960
1.456
23.555
1.392
 
davon:
rechtsextremistische Straftaten
1.484
21.933
1.371
22.471
1.318
davon:
rechtsextremistische Gewalttaten
71
1.408
44
1.600
39
(Stand: 31. Dezember 2017)

Hinweise zur Tabelle:
Die Zahlen für Baden-Württemberg ermittelt das Landeskriminalamt.
Die Zahlen des Bundesministeriums des Innern lagen für 2017 noch nicht vor.

Strukturen der rechtsextremistischen Szene in Baden-Württemberg ab 1991

Seit Anfang der 1990er Jahre hat die rechtsextremistische Szene in Baden-Württemberg eine interessante Entwicklung erfahren. Informationen zu Aktivitäten, Hintergründen und Statistiken können Sie dem folgenden Bericht entnehmen:

Strukturen der rechtsextremistischen Szene in Baden-Württemberg ab 1991 (PDF)