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Linksextremismus | Terrorismus

Terrorismus ist der nachhaltig geführte Kampf für politische Ziele, die mit Hilfe von Anschlägen auf Leib und Leben sowie Eigentum anderer Menschen oder auf Objekte durchgesetzt werden sollen. Dies geschieht insbesondere durch schwere Straftaten, wie sie in § 129a Abs. 1 des Strafgesetzbuchs genannt sind (z. B. Mord, Totschlag, erpresserischer Menschenraub, Brandstiftung, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion) oder durch andere Gewalttaten, die der Vorbereitung solcher Straftaten dienen. 


Linksterrorismus in Deutschland 

Die Radikalisierung von Kreisen der Studentenbewegung in den 1960er Jahren geschah wesentlich im Zuge des Protests gegen die Notstandsgesetze und den Vietnamkrieg. Hinzu kam die Infragestellung der Wohlstandsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, die als materialistisch und konsumorientiert verachtet wurde. Letzter Anstoß für die Entscheidung für den aktiven bewaffneten Kampf war der Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 in Berlin. Ohnesorg wurde bei einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien erschossen. 

Neben der „Rote Armee Fraktion“ (RAF) entstanden Anfang der 1970er Jahre in Berlin die „Bewegung 2. Juni“ sowie die „Revolutionären Zellen“ (RZ), die bis in die 1990er Jahre aktiv waren. Zwischen 1992 und 1995 erregte darüber hinaus eine „Antiimperialistische Zelle“ (AIZ) durch eine Reihe von Gewaltaktionen bundesweit Aufmerksamkeit. Die mutmaßlich führenden Köpfe der AIZ wurden Ende Februar 1996 festgenommen. Die RAF erklärte 1998 ihre Auflösung.


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