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Sicherheitspreis 2019 verliehen – Verfassungsschutz und Sicherheitsforum Baden-Württemberg auf der „eltefa“

Spionageabwehr/Materieller Geheimschutz     4 | 2019

Vom 20. bis 22. März 2019 präsentierte sich das Wirtschaftsschutzteam des Landesamts für Verfassungsschutz, wie bereits in den vergangenen Jahren, gemeinsam mit dem Sicherheitsforum Baden-Württemberg (SiFo) und der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Baden-Württemberg e. V. (ASW-BW) erfolgreich auf der Fachmesse für Elektrotechnik und Elektronik (eltefa) in Stuttgart. Ein Höhepunkt der Messe war abermals die Verleihung des Sicherheitspreises für herausragende Projekte der betrieblichen Sicherheit mit Zielsetzung Know-how-Schutz.

Gut 23.000 Besucher fanden an den drei Tagen den Weg in die Stuttgarter Messehallen. Rund 485 Firmen aus dem In- und Ausland stellten auf rund 46.000 Quadratmetern ihre Innovationen und Weiterentwicklungen für das Handwerk, Groß- und Fachhandel, Industrie, Behörden, Architekten und Fachplaner vor. Aus Anlass des 20. Jubiläums wurde die Industrietechnik in den Mittelpunkt gerückt.

Das Wirtschaftsschutzteam des Landesamts und die Vertreter von SiFo und ASW-BW waren mit einem gemeinsamen Messestand in der Halle 4 im Themenpark „Sicherheit“ präsent, um über den Themenkreis Wirtschaftsspionage/Wirtschaftsschutz zu informieren. Ziel der Kooperation von Verfassungsschutz und Sicherheitsforum ist es, die heimische Wirtschaft und Forschung beim Schutz ihrer Innovationen mit spezifischem Fachwissen zu unterstützen und sie vor Spionage, Sabotage, Terrorismus und Angriffen politischer Extremisten zu schützen. Aufgrund der hohen Dichte innovativer Firmen und wissenschaftlicher Einrichtungen in Baden-Württemberg ist der Schutz vor Wirtschaftsspionage und Konkurrenzausspähung eine wichtige Aufgabe.

Das Thema Sicherheit war messeübergreifend wichtig. Dies zeigt beispielsweise auch der Bereich „Smart Home“: Durch die steigende Vernetzung und fortschreitende Digitalisierung steigt das Risiko für Cyberangriffe erheblich. Vor diesem Hintergrund fand am 21. März 2019 der Sicherheitstag statt, an dessen Ende die Verleihung des Sicherheitspreises Baden-Württemberg stand. Das Rahmenprogramm der Preisverleihung bildeten zwei Vorträge:

„Unternehmenssicherheit in einer zunehmend vernetzten Welt – aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze“
Volker Ressler, Corporate Protection and Security for Associates and Property (C/AUP), Robert Bosch GmbH, Stuttgart

„Gefährdungen in Baden-Württembergischen Unternehmen. Ergebnisse der SiFo-Befragung 2018“
Andre Wiegand und Sebastian Lehr, Goldmedia GmbH Strategy Consulting, Berlin; Norbert Pohlmann und Johnny Hoang, Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule, Gelsenkirchen

Sicherheitspreis Baden-Württemberg 2019

1999 von Vertretern baden-württembergischer Unternehmen, Kammern, Verbänden, Forschungseinrichtungen und Behörden gegründet, ist das Sicherheitsforum ein unabhängiges und politisch nicht gebundenes Gremium. Um das Bewusstsein für Sicherheitsfragen bei Unternehmen zu fördern, verleiht das SiFo alle zwei Jahre den Sicherheitspreis Baden-Württemberg; in diesem Jahr bereits zum siebten Mal. „Das Thema Sicherheit und im Zuge der Digitalisierung insbesondere die Cybersicherheit müssen daher noch stärker in das Bewusstsein der Unternehmen gerückt werden“, erklärte der Laudator, Staatssekretär Julian Würtenberger. Die öffentliche Preisverleihung ist einer der Höhepunkte der Messe.

Der erste Preis ging 2019 an das Unternehmen „Sicherheitstechnik Sancak e. K.“ aus Esslingen, das auch unter dem Namen ELOCK2 firmiert. ELOCK2 wurde für sein bereits Ende 2017 umgesetztes Projekt des automatisierten digitalen Zutrittsmanagements ausgezeichnet. Hier wurde eine einzigartige Mechanik integriert, die zugleich die bestehenden Normen und Anforderungen an Fluchtweg, Brandschutz und Einbruchhemmung erfüllt. Staatssekretär Würtenberger überreichte im Namen von Innenminister Thomas Strobl sowie von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die undotierte, aber symbolisch wichtige Auszeichnung.

Wie schon 2017, wurde der zweite Preise auch in diesem Jahr doppelt verliehen.
Die Schweickert Netzwerktechnik GmbH aus Walldorf erhielt einen Preis für die Durchführung einer standardisierten und auswertbaren Ist-Aufnahme der Informationssicherheit im eigenen Unternehmen. Im Rahmen der Ausarbeitung hat das Unternehmen eine Applikation entwickelt, mit der es möglich ist, in einer einzigen Anwendung zu arbeiten und so den Reifegrad der Informationssicherheit nachzuverfolgen – und dies ohne redundante Informationen in unterschiedlichen Dateien.

Der Geschäftsbereich „Automotive Aftermarket“ der Firma Robert Bosch GmbH wurde ausgezeichnet für die Steigerung der themenübergreifenden „Information Security Awareness“. Diese war in eine dreijährige, gemeinsam mit Kommunikationsexperten ausgearbeitete Kampagne eingebettet, die im zweiten Halbjahr 2018 abteilungsübergreifend durchgeführt worden ist. Im Zuge dieser Kampagne sollen Schwachstellen in unternehmensspezifischer IT-Infrastruktur erkannt, bewertet und letztlich beseitigt werden. Höhepunkt war hierbei der „One-Security-Awareness-Tag“ am Standort Karlsruhe, der das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern sollte.