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Rechtsextremismus | Publizistische Tätigkeiten

Im Gegensatz zur Internet- und Musikszene stagniert die Entwicklung im Bereich der Printmedien. Dieses früher wichtige Kommunikationsmittel hat in Baden-Württemberg an Bedeutung verloren. 

Seit 2003 erscheinen in der rechtsextremistischen Musikszene Baden-Württembergs keine periodischen „Fanzines“(der Name setzt sich aus „Fan“ und „Magazine“ zusammen) mehr. Die zuvor herausgegebenen Fanzines wiesen im Jahr 1999 eine Tendenz zu vermehrt ausländerfeindlichen, gewaltverherrlichenden, rassistischen sowie antisemitischen Texten und Illustrationen auf; sie waren deshalb häufig Gegenstand von Ermittlungsverfahren. In der Folge zeigten die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden Wirkung. 

Dennoch gibt es rechtsextremistische Verlage, welche die ganze Bandbreite an Themenfeldern bedienen, die für den Rechtsextremismus von politisch-ideologischer Bedeutung sind: Geschichts- und Gebietsrevisionismus, Geschichte allgemein, vor allem die rechtfertigende Interpretation der germanischen und deutschen Geschichte, Antiamerikanismus, Antimultikulturalismus, Antimodernismus, Antiliberalismus. Ebenso sind auch zahlreiche Publikationen erhältlich, die sich gegen die Globalisierung, den europäischen Einigungsprozess, die Political Correctness sowie das politische System Deutschlands und dessen Repräsentanten richten. 

Das Internet, von Rechtsextremisten häufig als „Weltnetz“ bezeichnet, ist auch in der rechten Szene zum zentralen Medium geworden. Zielgruppe der Angebote sind meist Jugendliche aber auch junge Erwachsene. Statische Internetseiten sind häufig ansprechend und technisch gut gemacht. 

Insbesondere in sozialen Netzwerken sind Rechtsextreme sehr aktiv. Agitation und Mobilisierung, Werbung und Termine lassen sich hier in kürzester Zeit verbreiten.

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