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NPD | Die NPD als Wahlpartei im Jahr 2017

Die Wahlergebnisse des Jahres 2017 waren für die Partei enttäuschend: Bei den Landtagswahlen am 26. März 2017 im Saarland erhielt sie lediglich 0,7 % und am 14. Mai 2017 in Nordrhein-Westfalen sogar nur 0,3 % der Stimmen. Zu den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein am 7. Mai 2017 und in Niedersachsen am 15. Oktober 2017 trat die NPD nicht einmal mehr an. Seit ihrer Wahlniederlage in Mecklenburg-Vorpommern im September 2016 ist sie, wie zuletzt 2004, in keinem Landesparlament mehr vertreten. Mit Udo VOIGT stellt sie jedoch seit 2014 einen Abgeordneten im Europäischen Parlament.

Auch bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 konnte die Partei keinen Erfolg verbuchen: Sie erzielte mit 0,4 % eines ihrer schlechtesten Wahlergebnisse; bei der Bundestagswahl 2013 hatte sie immerhin noch 1,3 % der Stimmen erhalten. Um in den Genuss staatlicher Teilfinanzierung zu kommen, muss eine Partei als Mindestwahlergebnis bei einer Europa- oder Bundestagswahl 0,5 % oder bei einer Landtagswahl 1,0 % der gültigen Listenstimmen erreichen. Aufgrund ihrer geringen Stimmenanteile bei der Bundestagswahl und den Landtagswahlen war der Bezuschussungsbetrag 2017 rückläufig.

In Baden-Württemberg verlor die NPD ebenfalls: Nach 1,0 % bei der Bundestagswahl 2013 waren es 2017 nur noch 0,3 % der Stimmen. Das entspricht einem Verlust bei den erreichten Zweitstimmen von fast 70 % auf Bundesebene und von über 70 % auf Landesebene. Die Ergebnisse 2017 belegen abermals deutlich die grundsätzliche, seit vielen Jahren anhaltende Situation der NPD als Wahlpartei.