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Führungswechsel bei der NPD in Baden-Württemberg

Rechtsextremismus     4 | 2013

Auf dem 49. ordentlichen baden-württembergischen Landesparteitag der „Nationaldemokratischen Partei Deutschlands“ (NPD) vom 17. März 2013 im Rhein-Neckar-Kreis wurde der bisherige Landesgeschäftsführer und stellvertretende Landesvorsitzende Alexander NEIDLEIN zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der seinerzeitige Amtsinhaber Jürgen SCHÜTZINGER trat nicht mehr zur Wahl an.

Im Mittelpunkt des Parteitags standen die Vorstandswahlen. Hierbei kam der Wahl des neuen Landesvorsitzenden nach dem Kandidaturverzicht des bisherigen Amtsinhabers Jürgen SCHÜTZINGER aus Villingen-Schwenningen, der die Untergliederung seit 2005 geführt hatte, besondere Bedeutung zu. Zum neuen Landesvorsitzenden wurde der bisherige stellvertretende Landesvorsitzende, Alexander NEIDLEIN gewählt. Er erhielt 83 Prozent der Delegiertenstimmen.

SCHÜTZINGER, der bereits frühzeitig auf eine weitere Kandidatur verzichtet hatte,
übernimmt künftig die Aufgaben des Landespressesprechers der NPD Baden-Württemberg.

Die wahlberechtigten Delegierten sprachen sich bei den Abstimmungen zu den stellvertretenden Landesvorsitzenden für neue Funktionsträger aus. Der Vorsitzende des Kreisverbands Heilbronn, Matthias BRODBECK, und der baden-württembergische Landesvorsitzende der „Jungen Nationaldemokraten“ (JN), Martin KRÄMER, wurden in diese Funktion gewählt.

Einen Wechsel gab es auch im Amt des Landesschatzmeisters. Diese Aufgabe hat nunmehr der Schatzmeister des NPD-Regionalverbands Böblingen-Stuttgart-Ludwigsburg, Heiko KÖHLER, übernommen.

Daneben wurden noch sieben Beisitzer gewählt, die den Landesvorstand ergänzen.

Neben den obligatorischen Rechenschaftsberichten der Amts- und Funktionsträger und einer Rede des ehemaligen Landesvorsitzenden hatte die Rede des Bundesvorsitzenden der NPD, Holger APFEL, besondere Bedeutung. Der Parteivorsitzende erwähnte in seinen Ausführungen das zu erwartende „NPD-Verbotsverfahren“ und ging auf die seines Erachtens „asoziale Politik der etablierten Parteien“ in Berlin und Brüssel ein. Zudem versuchte er, die Teilnehmer für die anstehenden Wahlkämpfe und insbesondere den Bundestagswahlkampf zu motivieren.