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PKK | Finanzierung

Für ihre Propagandatätigkeit, den Parteiapparat, die Versorgung ihrer Guerillakämpfer und für deren Ausstattung mit Waffen und Munition benötigt die PKK hohe Geldsummen. Zur Finanzierung dienen regelmäßige Beiträge der Anhänger, der Verkauf diverser Schriften und Gewinne aus Großveranstaltungen. Zusätzlich sollen die angesprochenen Landsleute bei der alljährlichen Spendenkampagne einen größeren Betrag zahlen, der je nach Einkommen einige hundert Euro ausmachen kann. Vor allem über diese Kampagne nimmt die PKK allein in Deutschland jährlich mehrere Millionen Euro ein.
 
Seit Verkündung der „Friedensstrategie“ im Jahr 1999 entwickelte sich das Spendenaufkommen rückläufig, weil sich zahlreiche Kurden nicht mehr ausreichend mit der Organisation identifizierten. Weitere Gründe für die Weigerung, den geforderten Beitrag ganz oder teilweise zu zahlen, dürften staatliche Maßnahmen aus dem Bereich des Aufenthaltsrechts in Deutschland sowie die eigene wirtschaftliche Situation der Anhänger und Sympathisanten gewesen sein. Allerdings zeichnete sich in den vergangenen Jahren zunächst – angesichts der verstärkten Kampfhandlungen in der Türkei und im Nordirak – wieder eine steigende Spendenbereitschaft ab.

Der Friedensprozess in der Türkei seit 2012 hat sich auf die Finanzlage der Organisation nicht negativ ausgewirkt: Aufgrund des erfolgreichen militärischen Engagements der PKK-Guerilla in Nordsyrien, insbesondere der Abwehr der dort erfolgten IS-Angriffe, steigt die Spendenbereitschaft der kurdischen Diaspora weiterhin.