Sie sind hier: Startseite > Arbeitsfelder > Ausländerextremismus  > Türkische Extremisten  > ADÜTDF > Entstehungsgeschichte

ADÜTDF | Entstehungsgeschichte

Die ADÜTDF wurde im Juni 1978 in Frankfurt am Main gegründet, wo sie auch weiterhin ihren Sitz hat. Im November 2011 wurde der Generalvorsitzende Sentürk DOGRUYOL für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Die Föderation und ihre Mitgliedsvereine („Ülkü Ocaklari“, d. h. „Idealistenvereine“) gelten als ein Sammelbecken für Anhänger der türkischen „Nationalistischen Bewegung“. Als inoffizielle Auslandsvertretung der türkischen „Partei der Nationalistischen Bewegung“ („Milliyetci Hareket Partisi“, MHP) in Deutschland orientiert sich die ADÜTDF bei aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen an deren Standpunkt.

Zu den Erkennungszeichen der ADÜTDF gehören u. a. der mit den Fingern der rechten Hand geformte „Wolfsgruß“ sowie das Logo der MHP, das drei weiße Halbmonde auf rotem Untergrund zeigt. Der Schriftzug „CCC“ oder „cCc“ ist eine vereinfachte Darstellung dieses Logos, das zugleich eine Hommage an das Osmanische Reich ist: Auf dessen Kriegsflagge waren ebenfalls drei Halbmonde zu sehen.

Die Glorifizierung des Türkentums ist eine Folge der Selbstwahrnehmung der ADÜTDF. Sie begreift sich nicht nur als alleinige Hüterin der Ideologie der „Nationa­listischen Bewegung“ in Deutschland, sondern generell als Hüterin türkischer Werte und Kultur. Damit werden besonders Jugendliche und Heranwachsende mit türki­schem Migrationshintergrund angesprochen, die gerade die Phase der Identitätsfin­dung durchlaufen. Eine derartige auf Volkszugehörigkeit und übersteigertem Nationalismus gründende Identität kann in einer pluralistisch geprägten Gesellschaft jedoch unterschiedliche Konflikte hervorrufen. Sie führt nicht zuletzt zu Intoleranz gegenüber anderen Völkern. Dies widerstrebt dem Gedanken der Völkerverständigung, ist gegen das friedliche Zusammenleben der Völker gerichtet und wirkt einer Integration in die deutsche Gesellschaft entgegen.


Zurück zur Seite ADÜTDF

Weiterlesen: