„DIE RECHTE“ ist eine relativ neue rechtsextremistische Kleinpartei. Sie verfügte auch 2015 noch nicht über bundesweite Parteistrukturen. Als Wahlpartei ist sie bislang kaum – und wenn, dann erfolglos – in Erscheinung getreten. Der rechtsextremistische Charakter der Partei offenbart sich nicht zuletzt darin, dass in ihr teils regional, teils bundesweit bekannte Neonazis führende Funktionen innehaben. Bundesweit hat „DIE RECHTE“ etwa 650 Mitglieder (Stand 2015), dem baden-württembergischen Landesverband gehörten im Jahr 2016 etwa 110 Personen an. Landesvorsitzender ist Manuel MÜLTIN, der auch dem Bundesvorstand als Beisitzer angehört.

Gegründet wurde „DIE RECHTE“ im Mai 2012 in Hamburg. In ihrem Ursprung war sie im Wesentlichen ein Zerfallsprodukt der ehemaligen rechtsextremistischen Partei „Deutsche Volksunion“ (DVU). Mittlerweile tendiert die Partei jedoch zumindest personell in Richtung Neonazismus: Ihr erster Bundesvorsitzender Christian WORCH ist ein langjährig aktiver und bundesweit bekannter Neonazi.

Auch im Jahr 2016 war „DIE RECHTE“ noch mit dem Aufbau bundesweiter Strukturen beschäftigt: Mitte Oktober 2016 hatte die Partei nach eigenen Angaben zehn Landesverbände, von denen allerdings der „Landesverband Südwest“ gleich für drei Bundesländer zuständig war. Das bedeutet einen leichten Fortschritt bei dem Bemühen der Partei um eine möglichst bundesweite Ausdehnung. Schließlich hatte die Partei noch im Dezember 2015 erst über acht Landesverbände und eine Landesgruppe verfügt.

Der Landesverband Baden-Württemberg wurde nach Angaben von „DIE RECHTE“ im August 2013 in Karlsruhe als damals fünfter Landesverband gegründet. Im Jahr 2016 konnte er seine Strukturen auf niedrigem Niveau deutlich ausbauen, was sich an der gestiegenen Mitgliederzahl und zwei neuen Kreisverbänden zeigte. Er verfügt damit über landesweit vier Kreisverbände. Sein inhaltlicher Schwerpunkt war erneut der Themenkomplex „Asylbewerber und Flüchtlinge“.


Wahlteilnahme 

Als Wahlpartei spielte „DIE RECHTE“ auch 2016 keine Rolle. Sie trat lediglich bei den Landtagswahlen vom 13. März 2016 an. In Baden-Württemberg erzielte sie mit Kandidaturen in neun Wahlkreisen 718 Stimmen (0,01%), in Sachsen-Anhalt 0,2 %.


Informationen zu „DIE RECHTE“ finden Sie im aktuellen Verfassungsschutzbericht ab Seite 178.