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PKK-Chronik | 1999–2003

16. Januar 1999
ÖCALAN verlässt Italien.

15. Februar 1999
Verhaftung ÖCALANs in Nairobi /Kenia beim Verlassen der griechischen Botschaft; türkische Sondereinsatzkräfte bringen ihn in die Türkei. Die PKK-Anhänger reagieren bundesweit mit Demonstrationen und gewalttätigen Aktionen.

23. April 1999
Die britische Aufsichtsbehörde entzieht dem Fernsehsender „MED-TV“ die Lizenz.

24. Mai 1999
Gründung des „Kurdischen Nationalkongresses“ („Kongra Netewiya Kurdistan“, KNK).

31. Mai 1999
Beginn des Prozesses gegen ÖCALAN vor einem Staatssicherheitsgericht in der Türkei.

29. Juni 1999
ÖCALAN wird in der Türkei in erster Instanz wegen Hochverrats und mehrfachen Mordes zum Tode verurteilt. In Deutschland kommt es daraufhin zu einer erneuten Protestwelle mit vereinzelten gewaltsamen Auseinandersetzungen.

31. Juli 1999
Der Fernsehsender „MEDYA-TV“ geht auf Sendung.

1. September 1999
Verkündung der „Friedensstrategie“ seitens der PKK.

25. November 1999
Bestätigung des Todesurteils gegen ÖCALAN in zweiter Instanz.

30. Dezember 1999
ÖCALANs Todesurteil wird letztinstanzlich bestätigt.

12. Januar 2000
Beschluss der türkischen Regierungskoalition unter Ministerpräsident Bülent Ecevit, das gegen ÖCALAN verhängte Todesurteil noch nicht zur weiteren Beschlussfassung an das türkische Parlament weiterzuleiten.

Mai 2000
Die Aufgaben der Propagandaorganisation ERNK übernimmt ab sofort die „Kurdische Demokratische Union“ („Yekitiya Demokratika Gele Kurd“, YDK).

Jahresverlauf 2000
Die Guerillaorganisation ARGK wird aufgelöst. Als Nachfolgeorganisation werden die sogenannten „Volksverteidigungskräfte“ („Hezen Parastina Gel“, HPG) ins Leben gerufen.

15. Dezember 2000
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg erklärt die Klage ÖCALANs gegen die Türkei für zulässig.

2. bis 23. Januar 2000
7. PKK-Parteikongress: Beschlüsse zur Umsetzung der „Friedensstrategie“.

Februar 2001
Beginn des „Serhildan“ (demonstrative Massenproteste).

4. bis 10. April 2002
8. PKK-Parteikongress: Die „historische Mission“ der PKK wird für erfüllt erklärt und alle Aktivitäten in ihrem Namen ab dem 4. April (Geburtstag ÖCALANs) eingestellt. Als „legitimer und einziger Nachfolger der PKK“ wird im Anschluss der „Freiheits- und Demokratiekongress Kurdistans“ („Kongreya Azadi u Demokratika Kurdistan“, KADEK) gegründet.

2. Mai 2002
Aufnahme der PKK in die Liste terroristischer Organisationen der Europäischen Union („EU-Terrorliste“).

2./3. August 2002
Das türkische Parlament beschließt umfangreiche Reformen (u. a. mehr Rechte für Minderheiten, grundsätzliche Abschaffung der Todesstrafe).

3. Oktober 2002
Ein türkisches Gericht wandelt die Todesstrafe ÖCALANs in eine lebenslange Haftstrafe ohne Begnadigungsmöglichkeit um.

13. Februar 2003
Der KADEK verkündet das Ende des „einseitigen Friedensprozesses“ und stellt den Beginn des „Verteidigungskampfes“ in Aussicht.

17. Februar 2003
Eine Delegation des „Anti-Folter-Komitees“ (CPT) des Europarats besucht ÖCALAN auf der Gefängnisinsel Imrali.

12. März 2003
Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte: Die Klage ÖCALANs gegen die Türkei ist teilweise erfolgreich.

25. bis 31. Juli 2003
Versammlung der Führungsfunktionäre des KADEK: Beschlussfassung über eine grundlegende Reform der Organisation.

August 2003
Umbenennung der Jugendorganisation YCK in „Bewegung der freien Jugend Kurdistans“ („Tevgera Ciwanen Azad a Kurdistan“, TECAK).

1. September 2003
Aufhebung des „einseitigen Waffenstillstands“. Beginn der ersten Phase des dreistufigen „Fahrplans für einen demokratischen Wandel“, während der ein „beiderseitiger Waffenstillstand“ erreicht werden soll.

26. Oktober 2003
Auflösung des KADEK.

27. Oktober bis 6. November 2003
Gründung des „Volkskongresses Kurdistans“ („Kongra Gele Kurdistan“, KONGRA-GEL).