Sie sind hier: Startseite > Arbeitsfelder > Rechtsextremismus > Rechtsextremistische Parteien > NPD > Ideologische Ausrichtung

NPD | Ideologische Ausrichtung

Die NPD macht aus ihrer rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Gesinnung keinen Hehl. Viele ihrer Vertreter lehnen die westliche Wertegemeinschaft im Allgemeinen ab – und im Besonderen die von diesen Werten bestimmte freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Auch hochrangige Funktionäre bringen diese umfassende Ablehnung immer wieder in unterschiedlicher Deutlichkeit zum Ausdruck.

Die Verfassungsfeindlichkeit der Partei bestätigte am 17. Januar 2017 auch der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts in seiner Entscheidung zum beantragten NPD-Verbot ausdrücklich. In seiner Urteilsbegründung legte das Gericht unter anderem dar, dass im Parteiprogramm Ziele festgeschrieben seien, die sich nicht mit der Garantie der Menschenwürde vereinbaren ließen. Die NPD wolle die Verfassungsordnung durch einen autoritären Nationalstaat ersetzen, der an der ethnisch definierten „Volksgemeinschaft“ ausgerichtet sei. Dieses Konzept, die antisemitische Grundhaltung und die Verächtlichmachung der bestehenden demokratischen Ordnung ließen deutliche Parallelen zum Nationalsozialismus erkennen.

Die kompromisslose und fanatische Ablehnung der bundesdeutschen Verfassungsordnung geht so weit, dass manche Vertreter der Partei auf ihrer Suche nach Gegenentwürfen und vermeintlichen „Alternativen“ auch vor mehr oder weniger offener NS-Verherrlichung nicht zurückschrecken. Diese wird allerdings nicht immer direkt artikuliert und ist auch nicht für jeden unkundigen Außenstehenden sofort zu erkennen. Zuweilen jedoch legen führende NPD-Funktionäre in aller Offenheit und Öffentlichkeit von ihrem Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus, zu dessen Ideologie, Organisationen und/oder Protagonisten Zeugnis ab.