„Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD)

Die „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) ist die bedeutendste rechtsextremistische Kernorganisation. Seit Jahren ist sie die mit Abstand mitgliederstärkste rechtsextremistische Partei auf gesamtdeutscher Ebene und in Baden-Württemberg. Ihre ideologische Ausrichtung ist rechtsextremistisch, in Teilen sogar neonazistisch. Damit steht die Verfassungsfeindlichkeit der NPD außer Frage. 

Deutschlandweit hatte die NPD im Jahr 2015 etwa 5.200 Mitglieder. Bundesvorsitzender ist seit November 2014 Frank FRANZ aus dem Saarland. 

Der baden-württembergische Landesverband, geführt von Janus NOWAK, hat etwa 390 Mitglieder und zählt nicht zu den bedeutenden NPD-Landesverbänden. Eine größere bundesweite Bedeutung hat der Landesverband der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN), dem etwa 60 Mitglieder angehören. Die JN sind in Baden-Württemberg und deutschlandweit die größte rechtsextremistische Jugendorganisation. 


Ereignisse und Entwicklungen 2016:

  • Durch ihr Ausscheiden aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern verlor die NPD im September 2016 ihre bundesweit letzten Landtagsmandate.
  • Auch 2016 kooperierten die baden-württembergischen Landesverbände von NPD und JN intensiv mit Neonazis.
  • Auf dem 51. ordentlichen Landesparteitag am 5. Juni 2016 in Ostwürttemberg wurde Janus NOWAK zum neuen NPD-Landesvorsitzenden gewählt.
  • Am 17. Januar 2017 wies das Bundesverfassungsgericht den Antrag den Antrag des Bundesrats auf Verbot der NPD zurück. Das Gericht bestätigte allerdings den verfassungsfeindlichen Charakter der Partei und ihre Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus.

Weitere Informationen über die Aktivitäten der NPD finden Sie im aktuellen Verfassungsschutzbericht ab Seite 166.