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Rechtsextremistische Skinheads | Äußeres Erscheinungsbild

Das Klischee von Glatze, Bomberjacke und Springerstiefeln prägt nach wie vor die öffentliche Wahrnehmung und die mediale Darstellung rechtsextremistischer Skinheads. Zwar ist dieses Erscheinungsbild bis in die Gegenwart das bekannteste Merkmal von Teilen der Skinheadszene. Seit mehreren Jahren ist jedoch auch die klare Tendenz zu beobachten, sich hiervon zu lösen: Skinheads nehmen Anleihen bei anderen jugendlichen Subkulturen und geben längeren Haaren, modischer Kleidung und Turnschuhen den Vorzug, auch wenn sie zuweilen noch an der Selbstbezeichnung „Skinhead“ festhalten. 

Dieser Trend hat möglicherweise Auswirkungen auf die Größe und den Charakter der Szene, je nachdem, wie die Äußerlichkeiten bei der Definition einer jugendlichen Subkultur bewertet werden. Wenn man der äußeren Erscheinung einen hohen Stellenwert beimisst, stellt sich in der Konsequenz die Frage, ob ein „Skinhead“ mit untypischem Aussehen tatsächlich noch zur Szene gerechnet werden kann. Genauso gut könnte es sich einfach um einen jugendlichen Rechtsextremisten handeln, den man nicht mehr ohne weiteres an seinem Äußeren, sondern nur noch an seinen ideologischen Überzeugungen erkennen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass mit der Abkehr vom bisher typischen Skinhead-Äußeren in vielen Fällen bereits der erste Schritt zur Abkehr von der rechtsextremistischen Skinheadszene vollzogen ist – wenn auch nicht zwangsläufig vom Rechtsextremismus insgesamt.